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RASSE
UND DEREN BESCHREIBUNG


Patronat:
Klassifikation FCI :

Rassenamen laut FCI:
Andere Namen:

Widerristhöhe:
Gewicht Rüde:
Gewicht Hündin:


Großbritannien
Gruppe 3 Terrier
Sektion 3 Bullartige Terrier
Staffordshire Bull Terrier
Staff, The Nanny Dog, Staffie,
Nurse Maid
35,5 - 40,6 cm
12,7 - 17,2 kg
10,9-15,4 kg
Herkunft & Geschichte

Diese Rasse darf nicht mit dem American Staffordshire Terrier, einer aus den USA stammenden Rasse verwechselt werden, die sich Ende des 19. Jahrhunderts aus den Bull-and-Terriers der Einwanderer und anderen Hunden entwickelt hat.

Vor ca. 250 Jahren tauchten in England zum ersten Mal Hunde auf, die man für die Vorfahren der heutigen Staffordshire Bullterrier hält. Es waren kleine, bullige Hunde, die von den Bergleuten des „Black Country“ [Mittelengland um Birmingham und der Grafschaft Staffordshire] gehalten und gezüchtet wurden. Sie lebten damals zusammen mit ihren Herren in den engen Arbeitersiedlungen und durften daher nicht sehr groß sein. Auch heute noch zählt diese Rasse zu den Kleinhunden.

Ihre Funktion bestand damals hauptsächlich und ähnlich wie beim Yorkshire-Terrier darin, Ratten zu vernichten und auf die Kinder der Arbeiter aufzupassen. Letzteres verhalf ihnen zu ihrem Beinamen „Nanny-Dog“. Aus dem Rattenjagen entwickelte sich das „Rattenbeißen“, ein blutiger Sport, bei dem der Hund gewann, der in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Ratten erledigte. 1835 verbot England als erstes Land in Europa Tierkämpfe, und die Zucht dieser Hunde konzentrierte sich von da an auf ihre andere Stärke, ihre große Familientauglichkeit.

1935 wurde diese Rasse dann vom Kennel Club, dem Verband der englischen Hundezüchter, als eigene Rasse anerkannt; seitdem wurde der Rassestandard nur unwesentlich verändert. Laut Rassestandart gehört Intelligenz sowie eine ausgesprochene Menschen- und Kinderfreundlichkeit zu den primären Zuchtzielen.

Im heutigen England ist der Staffordshire Bullterrier eine der meist gehaltenen Terrier-Rassen und wird auch auf Hundeausstellungen in imposanten Meldezahlen präsentiert. Das erstaunt keinen, der sich näher mit dieser Rasse befaßt, da ihre besonderen Eigenschaften, wenn auch früher zu gänzlich anderen Zwecken herausgezüchtet, ganz hervorragend in unsere moderne Zeit passen.

Kenner schätzen vor allem ihre ausgeprägte Menschenfreundlichkeit, hier wiederum speziell Kindern gegenüber. Die Ausgeglichenheit und Nervenstärke machen den Staffi zu einem sicheren Begleiter, selbst im dichten Großstadtverkehr. Aber auch auf den jederzeit erwünschten, ausgedehnten Spaziergängen kommen Ausdauer, Intelligenz und nie ermüdendes Interesse an Spaß und Spiel zum Tragen.

Der Staffordshire Bullterrier ist ein vielseitiger Begleiter, der noch dazu mit einer robusten Gesundheit aufwarten kann. Pflegeleichtes Kurzhaar und mittlere Größe machen ihn, genügend Auslauf vorausgesetzt, zum idealen Mitbewohner auch bei beengenderen Wohnungsgrößen. Bedingt durch seine Abstammung zeigt der Staffi auch heute noch unerschrockenen Mut sowie ein ruhiges und stets fröhliches Wesen. Diese Charaktereigenschaften, gepaart mit unendlicher Liebe zu "seiner" Familie, machen ihn zu einem ganz herausragenden Hund, der es auch verdiente, bei uns ein wenig mehr verbreitet zu sein.



Beschreibung

Der Staffordshire Bullterrier ist ein glatthaariger Hund. Trotz seiner kräftigen Bemuskelung muß er lebhaft und beweglich [agil] sein.

Der Kopf und Schädel ist kurz, gleichmäßig tief und breit mit sehr ausgeprägten Wangenmuskeln, einem deutlichen Stop und kurzem Fang. Die Nase ist schwarz. Der Fang soll von der Nase bis zum Stop kürzer sein, als die Strecke vom Stop bis zum Hinterkopf. Das Verhältnis wird allgemein mit 1/3 zu 2/3 angegeben.Unerwünscht ist ein zu langer, dünner Kopf: Wenn man ihn von oben und auch von der Seite betrachtet, sollte er immer gleichmäßig erscheinen. "Gleichmäßig tief" ist ebenso wörtlich zu nehmen wie "breiter Schädel". Außerdem soll am Oberkopf, oberhalb der Augen, und von dort an den Ohren vorbei Muskeln sichtbar und gut modelliert sein.

Der deutliche Stop ist die jähe Abknickung unterhalb der Augen zum kurzen Fang. Es sind die Wangenmuskeln, die dem Kopf des Hundes den Ausdruck von Kraft geben und nicht eine riesige Knochenkonstruktion. Vorzuziehen sind dunkle Augen, jedoch dürfen sie auch ein gewisses Verhältnis zur Fellfarbe haben. Sie sollen rund, von mittlerer Größe sein und so weit auseinander liegen, daß sie geradeaus vorwärts blicken. Zu helle - insbesondere strohfarbene - Augen sind unerwünscht.

Rosenförmige Ohren oder Kippohren sind zu bevorzugen, aber nicht zu groß. Hängeohr oder Stehohr ist höchst unerwünscht. Der Fang des Staffordshire Bullterrier soll ein Scherengebiß haben: die Schneidezähne des Unterkiefers sollen genau hinter die Schneidezähne des Oberkiefers beißen. Die Lefzen sollen straff sein und eng anliegen.

Der Hals ist muskulös, ziemlich kurz, klar im Umriß und sich zu den Schultern hin allmählich in schöner Linie verbreitern. Der Hals muß kraftvoll sein Die Vorderhand hat gerade Läufe mit großer Knochenstärke. Die Läufe stehen ziemlich breit auseinander, senkrecht, ohne in den Schultern locker, oder in den Fesseln schwach zu sein.

Der Rumpf soll harmonisch wirken: Eine waagerechte Rückenlinie soll die obere Begrenzung bilden, und sich harmonisch mit einer breiten Vorderfront, einem tiefgezogenen Brustkorb, kräftig gewölbten Rippen verbinden, und ziemlich schmal im Lendenbereich wirken.

Die Hinterhand soll gut bemuskelt sein, die Sprunggelenke bei gutgewinkelten Knien tief stehen. Von hinten gesehen, sollen die Läufe parallel stehen.

Die Pfoten sollen gut gepolstert, kräftig und von mittlerer Größe sein ( Katzenpfoten). Schwache, dünne Pfoten - womöglich mit Spreizzehen - sind unkorrekt.

Die Rute soll mittellang und tiefangesetzt sein. Sie soll in eine feine Spitze auslaufen und ziemlich tief getragen werden und nur wenig gebogen. Die Länge der Rute soll ungefähr bis zu den Sprunggelenken reichen.

Das Haar glatt, kurzhaarig und liegt fest an. Das Fell eines Staffordshire-Bullterrier in guter Kondition glänzt und fühlt sich dabei weder zu rauh noch zu seidig sein.

Die Farbe kann rot , falb, weiß, schwarz, blau sein oder irgendeine dieser Farben in Verbindung mit weiß zeigen. Auch gestromt in jeder Schattierung oder gestromt mit weiß ist erlaubt. Black and tan, Tricolour oder Leberfarben ist höchst Unerwünscht.
Created by kauboy.at 2007 Buddystaff´s Staffordshire Bull Terrier
Sonja Porits & Roland Weber
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